Mammographie


 
Die Mammographie ist die methodische Untersuchung um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen. Sie kann sowohl bei Frauen aber auch bei Männern eingesetzt werden. Alternativ dazu gibt es natürlich Tastuntersuchungen, die auch selbst erlernt werden können. Dabei ist aber ein nachteil, dass sich nicht immer tastbares Gewebe entwickelt und nur etwa jede zwölfte tastbare Veränderung bösartig ist. Es wird normalerweise vor jeder Brust-OP ab einem gewissen Alter standardmäßig durchgeführt, um zusätzliche Risiken auszuschließen. Wer mit dem Gedanken einer Brustverkleinerung spielt, sollte diese auch gleich vorsorglich machen lassen. Im Bedarfsfall kann dann entsprechend reagiert werden.

Bei einer Mammografie wird mit speziellen Geräten Röntgenstrahlung erzeugt, die dann wiederum ein inneres Bild der Brüste erzeugen können. Es wird immer aus mehreren Richtungen heraus aufgenommen, um genau feststellen zu können, wo sich eventuelle Probleme befinden. Durch die “weichere” Strahlung die hierbei eingesetzt wird, bekommt der Arzt ein kontrastreicheres Bild und sogar Gewebe, das sich nicht tastbar unterscheiden lässt, kann dargestellt werden. Ebenfalls wird möglicherweise vorhandener Mikrokalk sichtbar, der ein Anzeichen für Brustkrebs sein kann. Bei der Untersuchung müssen die Brüste auf dem Röntgentisch fixiert werden und werden dabei etwas angedrückt, was als recht unangenehm empfunden werden kann.

Mammographie als Brustkrebsvorsorge

 
Eine Brustkrebsvorsorgeuntersuchung sollte bei Frauen allgemein etwa ab dem 50. Lebensjahr in geregelten Abständen stattfinden. Die Kosten trägt die Krankenkasse, aber bei Frauen weit unter 50 ist eine Mammographie nicht immer sinnvoll. Die Rate der Fehldiagnosen steigt, je jünger die Patienitin ist. Beim Screening-Programm, also der großflächigen Untersuchung aus Vorsorgegründen, wird die Mammographie seit 2005 durchgeführt. Kritiker bemängeln die hohe Fehldiagnoserate und die dadurch möglicherweise eingeschränkte Lebensqualität der Betroffenen. Falls fälschlicherweise eine Diagnose positiv ist, kommt es möglicherweise zu unnötigen Operationen oder Behandlungen, die natürlich mit gewissen Risiken verbunden sind. Dagegen spricht, dass die Mortalitätsrate durch Brustkrebs seit 1975 etwa um 25% gesunken ist. Tatsächlich profitiert etwa eine aus 200 Untersuchten von der Vorsorge und die Schäden durch Brustkrebs können deutlich gemindert werden. Der Brustkrebs ist mit etwa 28% die am häufigsten auftretende Art bei Frauen. Das sind allein in Deutschland etwa 55.000 Erkrankungen pro Jahr.