Brustverkleinerung


 
Die Brustverkleienrung ist einer von vielen Eingriffen, die an der weiblichen Brust im Rahmen einer Brustoperation vorgenommen werden können. Eine Brustverkleinerung kann aus ästetischen oder körperlichen Gründen sinnvoll sein. Viele Frauen sind nicht zufrieden mit der Größe ihrer Brüste oder haben einen unterschiedlich großen Busen. Dazu können bei großen Brüsten physische Probleme auftreten, die auf lange Sicht schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben können. Bei zu großer Oberweite kann die Bewegungsfreiheit eingeschränkt sein, durch das hohe Gewicht können die BH-Träger einschneiden, oder es kommt zu chronischen Rückenschmerzen und Verspannungen. Auch auf die Psyche kann sich dies negativ auswirken und das Selbstbewusstsein oder das Attraktivitätsgefühl der Betroffenen mindern. Das hat unter anderem mit dem Schlankheitsideal zu tun, das sich in den letzten Jahrhunderten in den westlichen Ländern verbreitet hat. Als schön gelten mittlererweile häufiger ein schlanker Körperbau und Symmetrie, was beides auch mit Gesundheit assoziiert wird. Aus einem oder mehreren dieser Gründe ziehen viele Frauen mit großen Brüsten eine Brustreduktion in Betracht.

Durch eine Brustverkleinerung wird vor allem das Gewicht reduziert, es werden jedoch auch Korrekturen der Form und des Aussehens vorgenommen. Meist wird die Verminderung mit einer Bruststraffung und einer Symmetrieanpassung kombiniert, um das Ergebnis bestmöglich nach den Wünschen der Frauen zu gestalten. Dadurch können den physischen und psychischen Problemen vorgebeugt oder diese behoben werden. Dabei ist jedoch immer der Nutzen abzuwägen, da wie bei jedem operativen Eingriff Probleme oder Komplikationen bei einer Brustverkleinerung auftreten können.

Vorbereitung und Nachsorge einer Brustverkleinerung

 
In jedem Fall werden vor dem Eingriff ausführliche Beratungsgespräche mit dem Arzt durchgeführt, in denen man über den Ablauf der Behandlung informiert wird. In der Vorbereitung auf die Brustoperation werden die Brüste auf Große und Form untersucht und es wird dabei meist auch eine Mammographie zur Brustkrebsvorsorge durchgeführt. Welche Operationstechnik angewendet wird, hängt davon ab wie groß die Brüste sind oder wie sie beschaffen sind. Desweiteren müssen natürlich die Wünsche der Patientin berücksichtigt und die sinnvollste Schnittführung ausgewählt werden. Wie bei jedem operativen Eingriff müssen auch bei der Brustvergrößerung diverse Voruntersuchungen durchgeführt werden um das Risiko von Komplikationen möglichst gering zu halten.

Die Brustverkleinerung wird unter Narkose durchgeführt deshalb sollte ab einigen Wochen davor auf Alkohol und Nikotinkonsum verzichtet werden. Ebenfalls dürfen bestimmte Medikamente nicht eingenommen werden, zum Beispiel Aspirin, da es blutverdünnend wirkt und dadurch die Blutungen während des Eingriffs schwieriger unter Kontrolle zu halten sind.

Nach der Brustverkleinerung werden Drainagen gelegt, die ein Abfließen der Wundflüssigkeiten begünstigen und es wird ein spezieller Verband in Form eines BHs angelegt. Dieser sollte für einige Zeit Tag und Nacht getragen werden um die Brüste zu stützen. Etwa zwei Tage später können die Drainagen schon wieder entfernt werden. In der ersten Woche sollte auf duschen verzichtet werden und etwa nach der Zweiten können die Fäden gezogen werden. Auf Sport allerdings sollte mindestens die ersten acht Wochen verzichtet werden, solange auch noch Schwellungen der Brust auftreten. Um die Heilung zu fördern können leichte durchblutungsfördernde Massage und Wechselduschen hilfreich sein. Die Narben sollten regelmäßig mit speziellem Pflegemittel behandelt werden und das Aussehen verbessert sich in den Jahren danach, sie bleiben aber natürlich dauerhaft sichtbar.

Brustverkleinerungen beim Mann

 
Auch die männliche Brust kann sich durch hormonelle Störungen größer herausbilden. Dort spricht man dann von einer Gynäkomastie, die oft auch starke psychische Probleme mit sich bringen kann. Eine Brustverkleinerung kann die Symptome in diesem Fall zwar beheben, aber die Ursache bleibt dabei erhalten. Zu deren Behandlung bedarf es weiterer Schritte, wie der Ernährungsumstellung oder dem absetzen bestimmter Medikamente. Auch eine gezielte Zufuhr von Hormonen kann helfen, allerdings sind diese oft mit Nebenwirkungen behaftet und sollten vorsichtig behandelt werden.